Die
Montessori-Pädagogik ist von der ital. Ärztin
und Pädagogin Maria
Montessori als
besonderes Bildungsangebot für Kinder von ca. 3-10
Jahren (Kinderhaus und Grundschule) entwickelt worden.
Sie stellt das Kind in den Mittelpunkt und berücksichtigt
konsequent die Bedürfnisse des Kindes.
Montessori-Pädagogik
wird heute in vielen Kinderhäusern und Schulen
(auch in der Sekundarstufe) und in fast allen Ländern
der Erde angeboten und wird seit vielen Jahrzehnten
mit großem Erfolg angewendet.
Das Besondere
an der Pädagogik
ist, dass alle am Erziehungsprozess Beteiligten:
*
das Kind in seiner Persönlichkeit achten, es als
ganzen, vollwertigen Menschen sehen *
seinen Willen entwickeln helfen, indem man ihm Raum
für freie Entscheidungen gibt; ihm
helfen, selbständig zu denken und zu handeln
*
ihm Gelegenheit bieten, dem eigenen Lernbedürfnis
zu folgen, denn Kinder wollen nicht nur irgendetwas lernen,
sondern zu einer bestimmten Zeit etwas ganz Bestimmtes
(sensible Phasen!) *
ihm helfen, Schwierigkeiten zu überwinden statt
ihnen auszuweichen
Freiarbeit ...ist das Kernstück der reformpädagogischen
Bildung Montessoris. Die Kinder wählen
nach eigener Entscheidung, womit sie sich beschäftigen.
Das Montessori-Material, die kindgerechte Darstellung
der Angebote und die gute Beobachtungsgabe des Erziehers
helfen dem Kind dabei, sich für ein Angebot zu
entscheiden. Dann bestimmt das Kind weitgehend selbst
den Arbeitsrhythmus und die Beschäftigungsdauer
und auch, ob es allein oder mit einem Partner arbeiten,
spielen oder lernen möchte. Diese freie Entscheidung
führt zu einer Disziplin, die von innen kommt und
nicht vom Erzieher gemacht wird. Jeder Besucher, der
nicht mit der Montessori-Pädagogik vertraut ist,
bewundert diese ruhige und entspannte Arbeitsatmosphäre
in der Freiarbeit nach Montessori.
Jahrgangsgemischte
Gruppen ("Familienklassen")
Jahrgangsmischung bietet
alle Vorteile einer Familie: Die jüngsten
Kinder werden von der bestehenden Gruppe erwartungsvoll
aufgenommen und innerhalb kürzester Zeit integriert.
Die Jüngeren lernen von den Älteren und die
Älteren können ihr Wissen überprüfen,
indem sie mit den Jüngeren arbeiten. Auf das
Sozialverhalten der Gruppe wirkt sich die Jahrgangsmischung
besonders positiv aus: die Selbstverständlichkeit
Hilfe anzunehmen und Hilfe zu geben stärkt die
Gemeinschaft und das Selbstbewusstsein jedes einzelnen
Kindes.
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